Über mich

Benno Vorberg

Benno Vorberg – Kinderbuch-Autor

Benno Vorberg ist ein Autor aus Norddeutschland. In seinen Kinderbüchern geht es um Sprache, ums genaue Hinsehen und um jene kleinen Veränderungen, die man oft erst bemerkt, wenn man sich Zeit nimmt. Seine Geschichten verbinden Erzählen, Beobachten und Lernen, ohne daraus Unterricht zu machen. Kinder sollen in seinen Büchern nicht belehrt werden, sondern entdecken dürfen: Wörter, Orte, Gedanken, Gefühle und die eigene Fähigkeit, Fragen zu stellen.

Das Schreiben von Kinderbüchern bedeutet für mich, Kindern etwas zuzutrauen. Ein gutes Kinderbuch darf spannend, warmherzig und zugänglich sein, aber es sollte Kinder nicht unterschätzen. Es darf kindlich sein, ohne kindisch zu werden. Es darf von Freundschaft, Unsicherheit, Mut, Sprache und Weltentdeckung erzählen, ohne alles sofort zu erklären. Gerade Kinder spüren sehr genau, ob eine Geschichte ihnen nur etwas vormacht oder ob sie wirklich etwas von ihnen wissen möchte.

Im Mittelpunkt meiner Bücher steht die Sprache. Wörter sind für Kinder mehr als Vokabeln. Sie helfen ihnen, die Welt zu ordnen, Gefühle auszudrücken und eigene Gedanken zu finden. Wer ein Wort für etwas findet, kann es besser verstehen. Wer eine Frage stellen kann, beginnt selbstständig zu denken. Deshalb erzählen seine Kinderbücher nicht nur von Abenteuern, sondern auch davon, wie Kinder ihre eigene Sprache bewusster wahrnehmen.

In meinen zweisprachigen Kinderbüchern verbinde ich Geschichten mit Beobachtung, Bildern und kleinen Lernmomenten. Eine fremde Sprache soll dabei nicht wie ein trockenes Lernfach erscheinen, sondern als Tür zu einer anderen Sicht auf die Welt. Kinder begegnen neuen Wörtern, vergleichen sie mit ihrer eigenen Sprache und entdecken Schritt für Schritt, dass Sprache immer auch Wahrnehmung ist. So entstehen Bücher, die Familien, Schulen und junge Leserinnen und Leser beim gemeinsamen Lesen, Vorlesen und Lernen begleiten können.

Meine Kinderbücher richten sich an Kinder, aber sie nehmen auch Erwachsene ernst. Eltern, Großeltern, Lehrkräfte und Vorlesende sollen in seinen Geschichten nicht nur einen netten Zeitvertreib finden, sondern Stoff für Gespräche. Was bedeutet ein Wort? Warum fühlt sich eine Figur verletzt? Warum lohnt es sich, genauer hinzusehen? Was entdeckt man, wenn man einen Ort nicht nur besucht, sondern wirklich betrachtet?

Für mich beginnt ein gutes Kinderbuch dort, wo eine Geschichte nach dem Lesen weiterarbeitet. Vielleicht fragt ein Kind plötzlich nach einem Wort. Vielleicht schaut es auf dem nächsten Spaziergang genauer hin. Vielleicht merkt es, dass es für ein Gefühl noch keinen Namen hat. Dann hat Literatur etwas erreicht, das leiser ist als eine große Botschaft, aber oft länger bleibt.